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Familienwappen

Posté le 10.07.2026 20:34
Gibt es im Nouvel Armorial valaisan oder in den Beständen des Staatsarchivs Wallis ein Wappen der Familien Zurschmitten, Inderschmitten, Zerschmitten oder Schmitter?
Falls ja, wäre ich Ihnen auch für Hinweise auf genealogische oder historische Unterlagen zur Herkunft und Geschichte dieser Familie sehr dankbar.

Guten Tag

Im zweiten Band des Walliser Wappenbuch 1984, das online zur Verfügung steht, finden Sie auf Seite 259 und 609 entsprechende Informationen zum Wappen der Familien Inderschmitten und  Zurschmitten.

Inderschmitten
Inderschmitter, Schmitter.
Diese Familie besitzt das Burgerrecht von Binn (Bezirk Goms). Petrus war 1685 Meier von Binn.
In Blau, über grünem Dreiberg, ein goldener Grossbuchstabe P.
Siegel von Petrus (auf dessen Vornamen die Initiale P hinweist) an einer im Pfarrarchiv von Ernen (C. 2) aufbewahrten Urkunde von 1685. Neuere Farbgebung. Mitteilung von Paul Heldner, Glis, 1978.

 

Zurschmitten
Zer Schmitten, In der Schmitten, Inderschmitten, Schmitter.
Diese Familie - deren Name von ihrem einstigen Wohnort in Binn abgeleitet ist - stammt ursprünglich aus Pomat (italienisch Formazza) im Hochtal des Toce, südüch vom Griespass. Bereits im 15. Jh. in Binn genannt, verbreitete sie sich im 18. Jh. nach Morel und Filet, später nach Visp und im 19. Jh. nach Zeneggen. Die Familie von Reckingen - dort im 17. Jh. ausgestorben - und die von Binn nannten sich mitunter de oder in Fabrica (vielleicht ihr ursprünglicher Name). Martin de Fabrica wird 1366 in einem Bündnis genannt. Aus der Familie gingen mehrere Geistliche hervor, u.a.: Johann, Pfarrer von Einfisch, Rektor in Ernen (1407 gest.); Michael (wahrscheinlich aus Binn), Priester, 1407 Zeuge in Ernen; Peter, 1403 Domherr auf Valeria; Thomas,
1424 Rektor in Sitten, 1431 in Visp; Georg, Priester in Leuk, vor 1553 gestorben. - Pater Klemens (1854-1932) von Zeneggen, Jesuit, wirkte als Professor am Kollegium in Beirut (der heutigen Hauptstadt von Libanon); er starb in Bikfaia, in der Nähe von Beirut.
Geteilt, oben in Rot 2 gegengewendete silberne Fische übereinander, unten in Blau eine gebildete strahlende silberne Sonne.
Wappen auf einem Siegel des 19. Jh. (Museum Brig). Variante 1 : goldene Sonne (Sammlung Fr. Lagger). Variante 2: geteilt, oben in Blau eine aus Wolken hervorbrechende halbe strahlende silberne Sonne, unten in Rot 2 gegengewendete, mit einem Seil miteinander verbundene grüne (wohl silberne) Fische übereinander (Sammlung von Riedmatten).
Die in entgegengesetzter Richtung schwimmenden Fische entsprechen ihrer Darstellung als Tierkreiszeichen. Vgl. Walliser Wappenbuch, 1946, S. 303 und T. 15.

 Wenn Sie an qualitativ hochwertigen Bildern des Familienwappens interessiert sind, können Sie sich an das Staatsarchiv des Kantons Wallis wenden.

Freundliche Grüsse

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